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31.07.2008

Behinderten-Kfz: EU-weit einheitliche Vorschriften gefordert

Die in Schweden gegründete Initiative CAPI (Car-Adaptation Protocol Initiative) will die Vorschriften und Standards für das Umrüsten von Behindertenfahrzeugen EU-weit auf einen einheitlichen Stand bringen. Ziel ist, die Mobilität von Menschen mit Behinderungen zu unterstützen.

Inzwischen hat die Europäische Union 27 Mitgliedsstaaten und in vielen Bereichen gibt es eine Vielzahl unterschiedlicher nationaler Regelungen und Standards hinsichtlich Sicherheit, Crashtests, Bewahrung der Fahreigenschaft und behördlicher Genehmigung umgerüsteter Fahrzeuge. Das bedeutet für viele Menschen mit Behinderungen, dass ihnen moderne und bewährte Technologien oft nicht zugute kommen.

Unter Vorsitz des Schweden Håkan Sandberg engagiert sich die europäische Initiative CAPI für die Entwicklung einheitlicher und gleichlautender Regelungen. CAPI kooperiert eng mit der Europäischen Kommission und Dr. Reinhard Schulte-Braucks, dem Leiter der Abteilung für Automobilindustrie.

CAPI will ein Sicherheits- und Qualitätsprotokoll für die Kfz-Umrüstung entwickeln, das Leistungsanforderungen an die Unternehmen und Qualitätsrichtlinien für die Umrüstung von Behinderten-Kfz festlegt. Dieses soll bereits in 18 Monaten vorliegen.

In der EU leben etwa 45 Millionen behinderte Menschen und etwa drei Millionen Menschen, die auf einen Rollstuhl angewiesen sind. Leitendes Kriterium bei der Umsetzung des Vorhabens soll sein, leichte Zugangsmöglichkeiten zu einem umgerüsteten und modernen Sicherheitsanforderungen entsprechenden Fahrzeug für alle zu schaffen.

Quelle: Nach Informationen von www.car-adaptation.org und Autoadapt, Januar 2008

Kategorien: Umrüstung


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