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28.02.2014

Mindern Fahrzeugrabatte für Autofahrer mit Behinderungen Zuschüsse der Kostenträger im Rahmen der Kraftfahrzeughilfe-Verordnung?

Die meisten Autohersteller gewähren schwerbehinderten Autofahrern beim Fahrzeugkauf Rabatte. Hat der Käufer Anspruch auf einen Zuschuss für den Fahrzeugkauf gemäß Kraftfahrzeughilfe-Verordnung, kommt es vor, dass der zuständige Kostenträger versucht, die zu bewilligende Summe um den Herstellerrabatt zu kürzen.

Wir haben beim Bund behinderter Auto-Besitzer (BbAB) nachgefragt. Dort hat man uns mitgeteilt, dass bei einem Zuschuss zur Fahrzeugbeschaffung gemäß Kraftfahrzeughilfe-Verordnung ein Abzug des Herstellerrabatts nicht infrage kommt. 

Denn: Grundlage für die Höhe des zu gewährenden Zuschusses ist das Einkommen des Antragstellers, nicht etwa der Fahrzeugpreis. Die Höhe des Einkommens bestimmt den prozentualen Anteil, der als Zuschuss auf den Förderhöchstsatz gewährt wird. Die Differenz zwischen Zuschuss und Fahrzeugpreis zahlt der Antragsteller selbst, gewährte Rabatte auf den Kaufpreis stehen dem Antragsteller zu. 

Anders sieht es aus, wenn der Kostenträger die gesamten Anschaffungskosten übernimmt. Das kann bei Fahrzeugen der Fall sein, bei denen aus dem Rollstuhl heraus Auto gefahren werden soll. In diesen Fällen hat der Rabatt Relevanz für den Kostenträger, weil er die von ihm zu tragenden Anschaffungskosten reduziert.

Der BbAB hat uns auf sein Angebot zur "Auto-Mobilitätsberatung“ aufmerksam gemacht. Telefonisch beraten werden dabei nicht nur die knapp 6.000 Mitglieder des BbAB, sondern alle Ratsuchenden mit individuellem Beratungsbedarf zum Thema.


Kategorien: Finanzierung, Fahrzeuge


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