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Wenn Türen öffnen, Sitzen und Sicheres Fahren durch Arm- und Handeinschränkungen sowie Oberkörpereinschränkungen beeinträchtigt sind, stehen verschiedene technische Hilfen zur Verfügung.
Zum Öffnen der Türen werden Schlüssel und Türgriff betätigt. Wenn Fingerfunktionen eingeschränkt sind, können Griffadaptionen und elektrische Fernbedienungen helfen.
Bei Schwierigkeiten die Türen manuell zu öffnen, können sie mit elektrischer Hilfe geöffnet werden. Der elektrische Türöffner wird mittels Knopfdruck oder Fernbedienung betätigt.
Bei Einschränkungen der Arm- und Handfunktionen kommen häufig Einschränkungen des Oberkörpers und des Rumpfes hinzu. Dann können am Originalsitz Anpassungen vorgenommen oder ein ergonomischer Sitz eingebaut werden.
Personen mit erhöhter Druck- und Schmerzempfindlichkeit im Oberkörperbereich benötigen häufig eine gute Sitzpolsterung. Zur Unterstützung der Sitzstabilität können am Originalsitz die Seitenkanten der Sitzfläche und der Rückenlehne etwas verstärkt werden.
Für Personen, die durch ihre Einschränkung im Oberkörperbereich einen verstärkten Seitenhalt und eine unterstützende Stabilisiserung ihrer Sitzposition benötigen, kann der Einbau eines ergonomischen Sitzes sinnvoll sein. Die Seitenkanten von Sitzfläche und Rückenlehne sind bei diesen Sitzen deutlich ausgeprägt.
Ist das Lenken wegen eingeschränkter Beweglichkeit der Arme, nachlassenden Kräften oder einseitigen Behinderungen nicht möglich, können Linear-Hebel-Lenkungen, verschiedene aufsteckbare Lenkhilfen oder elektronische Hilfen genutzt werden.
Bei eingeschränkter Beweglichkeit der Arme oder nachlassender Kraft kann die Lenkbewegung über eine Linear-Hebel-Lenkung erfolgen. Das Lenken erfolgt durch Drücken oder Ziehen dieser Hebelkonstruktion. Sie gibt es in unterschiedlichen Variationen.

Können Sie das Fahrzeug nur mit einer Hand lenken, empfiehlt sich der Einbau einer Lenkhilfe wie ein Drehknopf, ein Dreizack oder eine Lenkgabel. Diese Hilfen werden auf das Lenkrad montiert. Die Hand umfasst den Knopf oder wird in die Gabel bzw. den Dreizack gelegt.
Das Miniatur-Lenkrad oder ein Joystick helfen bei einer besonders starken Beeinträchtigung von Hand und Finger. Beide Hilfen werden mit einer Hand bedient. Die Lenkbewegung wird elektronisch oder elektromechanisch übertragen.

Das Fahrzeug kann bei einem kompletten Ausfall der Arme auch mit den Füßen gelenkt werden. Es gibt zwei verschiedene Ausführungen. Bei dem System "Franz" wird die Lenkbewegung über eine vorwärts und rückwärts betätigte Kurbel ausgeübt, beim System "Kempf" geschieht dies über eine nach rechts und links drehbare Scheibe. Bei beiden Systemen müssen die Fußpedale verlegt werden.


Zur besseren Erreichbarkeit des Schalthebels, der Gangschaltung und des Automatikwahlhebels lässt sich der Wahlhebel verlängern.
Wenn die Griffstange der Feststellbremse zu weit entfernt ist, hilft eine Löse- und Feststellvorrichtung, um die Griffstange zu verlängern. Auch die Verlegung der Bremse auf die linke Seite des Sitzes ist möglich.
Möglich ist auch der Einbau einer elektrischen Handbremse, die per Knopfdruck betätigt wird.
Licht, Blinker und Scheibenwischer werden mit der rechten oder linken Hand betätigt. Für Personen mit eingeschränkter Handfunktion oder einseitiger Handbehinderung gibt es technische Hilfen zur Bedienung.
Wenn Sie den Schalter für das Licht nicht mit der linken Hand betätigen können, besteht die Möglichkeit ihn mit einem Umlenkhebel auf die rechte Seite zu verlegen.
Falls keine Bedienung mit den Händen möglich ist, kann das Licht mittels einer elektrischen Fernbedienung ein- und ausgeschaltet werden. Diese wird meistens am Lenkrad montiert.
Können Blinker oder Wischer nicht mit der linken oder rechten Hand betätigt werden, besteht die Möglichkeit, die entsprechenden Hebel auf die jeweils andere Seite zu verlegen.
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