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Das Tanken ist mit seinen Nebenaktivitäten für mobilitätseingeschränke Autofahrer/innen oft ein buchstäblicher Kraftakt. Probleme bereiten z. B. häufig:
Quelle: Fördergemeinschaft der Querschnittgelähmten
Oft wird ein Mobiltelefon genutzt, um Hilfe beim Tankvorgang zu erbitten. Allerdings ist zu bedenken, dass die Mobiltelefon-Nutzung im Umkreis von 2 Metern um die Zapfsäule während der Betankung verboten ist.
Einige Tankstellenketten bieten den Service eines Tankwartes an, der den Tankvorgang für den Kunden übernimmt.
Eine weitere Möglicheit ist die Nutzung eines Dienst-Ruf-Systems. Der DRS-Sender ist beim Autofahrer, das DRS-Empfangsgerät steht an der Tankstelle.
Vorgesehen ist, diesen Service, der bisher an ca. 600 Straßentankstellen angeboten wird, auch an allen Autobahntankstellen anzubieten. Da zwischenzeitlich, wie an den Straßentankstellen, auch alle Autobahntankstellen auf Selbstbedienung umgestellt worden sind, stößt die Mobilität der behinderten Autofahrer und Autofahrerinnen beim Tanken an teilweise unüberwindbare Grenzen. So sind die Zapfpistolen aufgrund der Umweltschutzmaßnahmen schwerer, die Fahrbahnen und Shopräumlichkeiten oft enger geworden und auch die Kundenfrequenz ist gestiegen.
Die Investition für die DRS-Empfangsgeräte übernehmen die Tankstellengesellschaften/-verbände, die Betreiber der Autobahntankstellen garantieren mit ihrem Personal den Service.
Ohne Bindung an eine bestimmte Kraftstoffmarke können behinderte Autofahrer mit ihrem DRS-Sender jede DRS-Tankstelle anfahren, wo sie Hilfe bekommen. Mit dem Sender wird das Empfangsgerät "angepiept", das Tankstellenteam bestätigt am Empfangsgerät das Signal mit einer Rückmeldung für den Autofahrer. Dieser kann nun abwarten, bis er bedient wird.
Auf der Internetseite der Junedis IWN GmbH finden Sie unter DRS-Servicestationen folgende Informationen
Sender und Empfänger sind zu erwerben bei folgender Adresse:
Junedis – IWN GmbH
Am Marktplatz 5
82152 Planegg
Telefon: +49 (0)89-89 54 62 36
Fax: +49 (0)89-89 54 62 37
E-mail: ger@junedis-iwn.de
Internet: www.junedis-iwn.de
Die Preise für einen Sender liegen bei ca. 225,00 €, Sender und Empfänger kosten ca. 679,00 €, die Empfangsgeräte kosten ca. 490,00 €. Die Firma Junedis verweist auch auf die mögliche Kostenübernahme im Rahmen der Kraftfahrzeughilfe und bietet ein Antragsformular an, welches Sie sich hier downloaden können: http://www.junedis-iwn.de/rehatechnik/download/DRS-Antrag%20mit%20Merkblatt.pdf
Seit September 2008 beteiligen sich TOTAL Tankstellen an der Aktion: Wir helfen gern. Kooperationspartner und Initiatoren der Aktion sind der Verein “Mobil mit Behinderung e.V.” (MMB) und die “Stiftung zur Förderung von Integration durch Mobilität” (IDM).
An den Zapfsäulen klebt eine Plakette mit einer Telefonnummer, unter der sich Menschen mit Behinderung Unterstützung beim Tanken rufen können. Per Mobiltelefon kann direkt mit einem Mitarbeiter der Tankstelle Kontakt aufgenommen werden, ohne das Auto verlassen zu müssen. Dadurch erspart man sich das Warten auf einen hilfsbereiten Menschen, der die erforderliche Hilfe holt.
Weitere Informationen:
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